Schwächen im Vorstellungsgespräch: Wie Sie auf die Frage nach Ihren Schwachstellen antworten

Frage nach den Schwächen im Vorstellungsgespräch

„Was sind Ihre Schwächen?“

Über Ihre Schwächen zu sprechen ist nicht gerade Ihre Stärke, und diese heikle Frage im Bewerbungsgespräch hat Ihnen immer schon Probleme bereitet, nicht wahr?

Heute ist Ihr Glückstag ...

... denn ab heute haben Sie all Ihre Probleme gelöst!

Wie?

Folgen Sie dieser Strategie und entdecken Sie jetzt gleich, wie einfach es ist, eine überzeugende – und erfolgreiche – Antwort aufzubauen.

Sind Sie bereit? Dann los!

Antwort auf die Schwäche-Frage

Fangen wir gleich mit dem Hauptpunkt an:

Wie Sie eine ausgezeichnete Antwort geben, wenn man Sie nach Ihren Schwächen fragt.

Die Strategie, die Sie hier anwenden müssen, ist recht einfach und besteht aus zwei Schritten:

  1. Sie geben eine Ihrer tatsächlichen Schwächen zu
  2. Sie zeigen, mit welchem Engagement Sie versuchen, sich zu verbessern

Vorsicht allerdings!

Nicht alle Schwächen sind gut: Sie müssen wissen, wie Sie die am besten geeignete Schwachstelle wählen.

Sie wissen nicht, wie?

Keine Sorge, wir sehen uns das jetzt an.

3 Merkmale beruflicher Schwächen (die Sie kennen müssen)

3 persönliche Schwachstellen: die Frage während des Bewerbungsgesprächs

Die richtigen Schwachpunkte auswählen ist ein Schlüsselelement für die Ausgestaltung einer aussagekräftigen Antwort.

Die besten Schwächen einer Person (oder besser, eines Bewerbers) haben drei gemeinsame Merkmale:

  1. Sie sind wahr
  2. Sie beziehen sich auf den Beruf
  3. Sie fallen nicht unter die wichtigsten für den Beruf geforderten Eigenschaften

Sehen wir uns das einmal im Einzelnen an ...

#1 – Wie Sie Ihre Schwächen während des Bewerbungsgesprächs umschiffen

Ehrliche Antwort auf die Frage nach den beruflichen Schwächen

Ehrlichkeit ist fundamental wichtig für Ihre Antwort, aber nur, solange Sie nicht übertreiben:

Wenn Sie zu ehrlich sind, riskieren Sie, Ihre Bewerbung selbst zu zerstören.

Ehrlichkeit, also, aber eingesetzt mit Maß.

Und dann?

Vermeiden Sie es, eine Schwäche zu nennen, in der Sie sich nicht wiedererkennen, nur weil Sie meinen, dass das gut klingt: das Vorstellungsgespräch allein ist schon schwierig genug, ohne dass Sie sich auch noch aus dem Nichts irgendwelche Eigenschaften erfinden müssen.

Wie alle haben auch Sie einige Schwächen, und mit etwas Anstrengung finden auch Sie eine, die sich für das Bewerbungsgespräch perfekt eignet.

Wie?

Machen Sie weiter mit Punkt zwei ...

#2 – Die Schwächen funktionieren nur unter dieser Bedingung

Berufliche Schwachstellen zu nennen beim Bewerbungsgespräch

Dass Sie den Gesamtkontext nicht aus den Augen verlieren:

Wenn Sie sich in einem Vorstellungsgespräch befinden, muss auch Ihre Schwäche etwas mit dem Beruf zu tun haben.

Folglich: keine persönlichen Schwachstellen, sondern nur berufliche.

Wenn Sie also an Ihre gewisse Tendenz zum Kaufrausch oder an Ihre Schoko-Manie denken, dann tut es mir leid, aber es hat nichts in einem Vorstellungsgespräch zu suchen, bei dem Sie sich um eine Stelle bewerben - sei es im Marketing oder in einem Call Center.

Denken Sie nach:

Was würde der Recruiter wohl denken, wenn Sie im Bewerbungsgespräch von diesen persönlichen Eigenschaften sprechen?

  • Bestenfalls denkt er, dass Sie die Frage nicht verstanden haben und fragt nach einer anderen Schwäche, die eine berufliche Relevanz besitzt – und dann befinden Sie sich wieder am Ausgangspunkt
  • Schlimmstenfalls denkt er, dass Sie versuchen, diese Frage zu vermeiden und fragt Sie nach einer anderen Schwäche, die eine berufliche Relevanz besitzt – was noch schlechter ist als der Ausgangspunkt

Lassen Sie sich deshalb diese schreckliche Frage nicht zweimal stellen!

Und jetzt, wo es Ihnen klar ist, warum, geht es zum letzten Punkt ...

#3 – Der Schlüssel zum Erfolg dank Ihrer Schwächen (und Stärken)

Wie findet man die Schwächen für das Vorstellungsgespräch

Lesen Sie die Stellenanzeige aufmerksam durch:

Als erstes machen Sie sich eine Liste der Eigenschaften, die der ideale Bewerber mitbringen sollte und die in der Anzeige ausdrücklich genannt sind.

Fügen Sie dann der Liste andere Fähigkeiten hinzu, die in Ihren Augen wichtig sind, um diese Arbeit zu bekommen – ausgehend von der Stelle und davon, was Sie über die Unternehmenskultur wissen.

Das Ergebnis?

Dass Sie jetzt einen soliden Ausgangspunkt für Ihre Bewerbung haben, den Sie auf zweierlei Weise nutzen können:

  • Schließen Sie alle persönlichen Schwächen aus, die mit den soeben aufgelisteten Eigenschaften zu tun haben
  • Prüfen Sie, welche der Stärken, die auf der Liste stehen, Sie haben. Das wird Ihnen von Nutzen sein, wenn Sie von Ihren starken Seiten sprechen müssen ... aber auch beim Lebenslauf schreiben!

Folglich:

Es ist Ihnen sicher klar, dass Sie nicht eine der wichtigsten Eigenschaften für den neuen Job als Ihre größte Schwäche angeben dürfen.

Hier darf keinerlei Zweifel herrschen:

Sie würden schon von vorneherein nicht in das engere Auswahlverfahren kommen – wer stellt schon einen Verkäufer ein, der zugibt, schüchtern und unsicher zu sein?

Die Frage nach den Schwachstellen im Vorstellungsgespräch

Fassen wir zusammen:

Sie müssen eine Ihrer tatsächlichen, beruflichen Schwächen auswählen, die aber für Ihre Arbeitgeber nicht von ausschlaggebender Bedeutung ist.

Und wenn Sie hier etwas Hilfestellung benötigen, dann lassen Sie sich von unserer Liste mit 50+ Beispielen von Stärken und Schwächen im Bewerbungsgespräch inspirieren.

Jetzt wissen Sie, wie Sie Ihre Schwäche aussuchen:

Und sind bereit für Phase 2 der Strategie ...

Die Geheimwaffe, die Ihre Schwächen unwiderstehlich macht

Was sind Ihre größten Schwächen

Sie haben gerade auf die Frage nach Ihrer größten Schwäche geantwortet, eine der häufigsten Fragen in einem Bewerbungsgespräch.

Und Sie sind nicht in Ohnmacht gefallen bei der Frage. 😉

Aber warten Sie noch:

Sie sind noch nicht fertig, ein Teil der Antwort fehlt noch.

Der zweite Teil, mit dem Sie den „Schaden“ Ihrer Schwäche begrenzen.

Sehen wir uns das im Detail an!

3 wichtige Dinge müssen Sie mit Ihrer Antwort auf die Schwäche-Frage zeigen:

  1. Sie können sich selbst recht gut einschätzen, gut genug, um zu wissen, dass Sie nicht perfekt sind.
  2. Sie sind in der Lage, die Arbeit zu erledigen, denn keiner Ihrer Schwachstellen behindert das.
  3. Sie bleiben nicht passiv, sondern tun Ihr Bestes, um Ihre Schwachstellen auszubessern, mit Engagement und Ausdauer.

Folglich:

Den ersten Punkt zeigen Sie einfach dadurch, dass Sie antworten.

Den zweiten Punkt dadurch, dass Sie den „zu gestehenden“ Schwachpunkt sorgfältig aussuchen.

Und der dritte Punkt ist derjenige, der Ihre Antwort richtig gut macht: Ihr Engagement.

Der Schlüsselpunkt ist dies:

Sie erzählen davon, wie Sie sich Ihrer Schwäche bewusst geworden sind und von all dem, was Sie getan haben und tun, um sie in Grenzen zu halten oder zu beheben.

Zeigen Sie, dass Sie die Initiative ergreifen, dass Sie immer versuchen, sich zu verbessern ...

...zeigen Sie, dass man es nicht bereuen wird, wenn man Sie wählt!

Jetzt sind Sie an der Reihe

Frage nach den beruflichen Schwächen im Bewerbungsgespräch

Auch wenn die Strategie einfach ist: es ist noch nicht gesagt, dass Sie sich daran zu halten und eine überzeugende Antwort zu geben wissen, ohne den Eindruck zu machen, sich alles schon im Vorhinein zurechtgelegt zu haben.

Was Sie hier benötigen, ist ein bisschen Übung: üben Sie es und verlieren Sie dann damit keine Zeit mehr, sondern suchen Sie nach Ihrer nächsten Karrierechance!

Teilen