Was macht die Fachkraft für Schutz und Sicherheit und was sind ihre Aufgaben?

Berufsbild Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Was macht eine Fachkraft für Schutz und Sicherheit - Berufsbild

Die Fachkraft für Schutz und Sicherheit ist für den Personen- und Objektschutz zuständig. Sie ist vor allem in der Bewachung von Objekten und Personen, in den Ein- und Auslasskontrollen und in der Überwachung von Gefahrenmeldeanlagen tätig. Sicherheitsmitarbeiter schreiten bei ausgelösten Alarmen und in potentiellen Gefahrensituationen für Leben und Eigentum ein, um sie zu bewältigen.

Aber was macht eine Fachkraft für Schutz und Sicherheit genau, um Personen und Objekte zu schützen?

Eine der Haupttätigkeiten von Fachkraft für Schutz und Sicherheit besteht in der Einlasskontrolle zu Gebäuden, wie z. B. Flughäfen, Bahnhöfen, Geschäften und Einkaufszentren, Werken, Baustellen, Banken, öffentlichen Gebäuden, Museen, Denkmälern, Stadien oder bei Events, Konzerten und Großveranstaltungen verschiedener Art (Veranstaltungsschutz).

Die Security Mitarbeiter stehen allein oder im Team an den Eingängen und Ausgängen: sie führen Zugangskontrollen durch, auch mittels Metalldetektoren, und gegebenenfalls prüfen die Zutrittsberechtigung (wie Badges, Eintrittskarten und Fahrkarten, Flugscheine usw.), um unbefugten Eindringlingen das Handwerk zu legen.

Die Fachkraft für Schutz und Sicherheit stellt also sicher, dass keine illegalen Gegenstände oder Substanzen mitgebracht werden, dass sich alle innerhalb der ihnen zugestandenen Zutrittsbereiche bewegen und dass Unbefugte verbotene Bereiche nicht betreten. Dabei regulieren sie den Besucherstrom und halten Flucht- und Rettungswege sowie Notausgänge frei.

Fachkräfte für Schutz und Sicherheit sind auch als (bewaffnetes und unbewaffnetes) Wachpersonal im Einsatz: sie führen Schließgänge und Kontrollfahrten bei Gewerbe- und Privatobjekten und patrouillieren die zu bewachende Zone zwecks allgemeiner Sicherung des Objektes oder der Anlage. Allein schon ihre bloße, sichtbare Anwesenheit kann unangebrachtes Verhalten, Einbrüche oder Straftaten verhindern.

Eine weitere Tätigkeit der Sicherheitsmitarbeiter ist die Fernüberwachung mittels Bewegungsmeldern und Videoüberwachungssystemen.

Fachkraft für Schutz und Sicherheit - Kompetenzen

In kritischen Situationen greift die Fachkraft für Schutz und Sicherheit ein, um Schutz und Sicherheit von Objekten und Personen zu garantieren: z. B. bei ausgelösten Alarmen, um Ladendiebstahl zu unterbinden oder eine Schlägerei vor einer Diskothek aufzulösen.

Dafür sind Security Mitarbeiter in der Regel mit speziellen Schutzwesten, Pfefferspray und Schlagwaffen für den Notfall ausgerüstet und können Selbstverteidigungstechniken einsetzen.

Nur Sicherheitskräfte mit einem behördlich ausgestellten Waffenschein sind auch berechtigt, eine Schusswaffe zu tragen, die bei Werttransporten oder bei der Bewachung militärischer Liegenschaften nötig ist.

Gegebenenfalls fordert die Fachkraft für Schutz und Sicherheit das Eingreifen von der Polizei, von Sanitätern oder der Feuerwehr an. Sie muss zudem alle eingetretenen Zwischenfälle und Schadensfälle dokumentieren und die entsprechenden Berichte und Unterlagen erstellen.

Was sind die Berufsaussichten für Fachkräfte für Schutz und Sicherheit?

Ein Security-Mitarbeiter ist zumeist für private Sicherheitsfirmen, Schutz- und Wachdienste tätig, welche von Unternehmen oder Privatpersonen beauftragt werden.

In der Praxis übt die Fachkraft für Schutz und Sicherheit die Einlasskontrolle in der Pforte oder am Empfang von Werken, Büros, Lagern, Baustellen, Geschäften, Hotels, Lokalen, Diskotheken, Stadien, Messe- und Kongresszentren aus, an den Sicherheitskontrollpunkten und Zugängen von Flughäfen, Bahnhöfen und anderen Orten mit Einlasskontrolle. Ein Teil der Arbeit findet auch in den Videoüberwachungs-/Alarmzentralen und auf den Kontrollgängen statt.

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Fachkraft für Schutz und Sicherheit - Aufgaben und Verantwortung

Fachkraft für Schutz und Sicherheit - Aufgaben

Die Hauptaufgaben einer Fachkraft für Schutz und Sicherheit sind:

  • Objektbewachung
  • Zutrittskontrollen/Auslasskontrollen
  • Personenkontrolle
  • Pfortendienst / Empfangsdienst
  • Schließgänge und Kontrollgänge
  • Revierdienst
  • Veranstaltungsdienst
  • Videoüberwachung
  • Bedienung der Sicherheitstechnik
  • Alarmverfolgung
  • Melde- und Berichtswesen
  • Einhaltung von Sicherheits-, Qualitäts- und Leistungsstandards
  • Bewaffneter Dienst (Waffensachkunde nach § 7 WaffG)

Fachkraft für Schutz und Sicherheit - Ausbildung und Voraussetzungen

Fachkraft für Schutz und Sicherheit - Ausbildung

Um Sicherheitsmitarbeiter zu werden ist keinen speziellen Schulabschluss vorgeschrieben. Eine Mindestvoraussetzung ist ein einwandfreies Führungszeugnis.

Zudem gibt es Security-Ausbildungen, um die operativen und rechtlichen Aspekte der Tätigkeit als Sicherheitsmitarbeiter zu vertiefen: die Kurse werden von verschiedenen Bildungseinrichtungen oder in vielen Fällen auch direkt von den Sicherheitsunternehmen organisiert. Sehr gefragt sind die Ausbildung als Fachkraft für Schutz und Sicherheit (IHK) und die IHK-Sachkundeprüfung nach § 34a GewO.

Ausbildungsschwerpunkte sind u.a.:

  • Rechte von Personen und Institutionen
  • Gefährdungssituationen rechtlich bewerten
  • Rechtsverstöße erkennen und beurteilen
  • Objektbezogene Arbeitsschutz-, Brandschutz, Umweltschutz- und Datenschutzvorschriften
  • Einsatz von Metalldetektoren, Körper-Scannern, Kontrollinstrumenten, Überwachungskameras und anderen technischen Hilfsmitteln, Kommunikationstechnik
  • Verhalten und Handeln bei Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen
  • Erste Hilfe

Die Ausbildung als Fachkraft für Schutz und Sicherheit umfasst auch kommunikationsrelevante Aspekte, wie Verhaltensnormen, Strategien zum Konfliktmanagement und Deeskalation, Kommunikations- und Überzeugungstechniken.

Für Bewerber um Stellenangebote als Sicherheitskraft für bewaffnete Dienste ist die Berechtigung zum Führen von Schusswaffen (Waffenschein / Waffensachkunde gem. § 7 WaffG) erforderlich.

Fachkraft für Schutz und Sicherheit - Fähigkeiten und Anforderungen

Die wichtigsten beruflichen Kompetenzen einer Fachkraft für Schutz und Sicherheit sind:

  • Kompetenz in Sicherheitskontrollen (Zutrittskontrollen/Auslasskontrollen, Personen- und KFZ-Kontrollen)
  • Kenntnis der Techniken und Verfahren, um Straftaten zu ermitteln und dokumentieren
  • Kenntnis der Sicherheitstechnik, der Alarm- und Videoüberwachungsanlagen
  • Kenntnis in der Nutzung technischer Hilfsmittel zur Detektion gefährlicher Gegenstände und zur Personendurchsuchung
  • Kenntnis der Nahkampf- und Selbstverteidigungstechniken
  • Bewußtsein der berufsbezogenen gesetzlichen Verpflichtungen
  • Reaktionsbereitschaft und Handlungsfähigkeit in unvorhergesehenen Situationen
  • Beobachtungsgenauigkeit (Sehen, Hören)
  • Schnelligkeit und Beweglichkeit
  • Körperkraft, körperliche Belastbarkeit
  • Kommunikationsstärke
  • Hohe Sozialkompetenz, Teamfähigkeit, Mediationsfähigkeit
  • EDV-Kenntnisse und technisches Verständnis
  • Führerschein der Klasse B
  • Bereitschaft zur Schicht- und Wochenendarbeit

Fachkraft für Schutz und Sicherheit - Karriere und Berufsaussichten

Karriere als Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Die Ausbildung als Fachkraft für Schutz und Sicherheit ist ein erster Schritt hin zu einer Karriere in der Sicherheitswirtschaft.

Die Sicherheitsfirmen bieten normalerweise verschiedene Schutz- und Sicherheitsdienste an, und ein Security-Mitarbeiter kann sich z. B. auf Werkschutz und Objektschutz spezialisieren, auf Veranstaltungs- und Ordnungsdienste, auf die Zutrittskontrolle und Eingangskontrolle für Banken, Kaufhäuser, Baustellen, Messen, auf Diskotheken-Security (als Türsteher bei Nachtlokalen). Alternativ kann man Leibwächter bzw. Bodyguard werden.

Interessante Fortbildungsmöglichkeiten sind etwa eine Qualifizierung als Sicherheitsmitarbeiter im Stadion (QuaSOD), eine Weiterbildung zur Geprüften Schutz- und Sicherheitskraft (GSSK), zur Fachkraft für maritime Sicherheit (maritime Sicherheitsfachkraft), zum Luftsicherheitsassistent oder eine Umschulung zur Luftsicherheitskontrollkraft (Kontrollkraft für Personal und mitgeführte Gegenstände).

Mit einiger Jahren Erfahrung im Bereich der bewaffneten und unbewaffneten Sicherheitsdienste ist der nächste Schritt derjenige zum leitenden Securitymitarbeiter, der die Tätigkeiten der Sicherheitspersonals koordiniert und leitet.

Gute Gründe für eine Ausbildung als Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Die Tätigkeit als Sicherheitsmitarbeiter erlaubt es, eine wichtige Rolle für den Schutz und die Sicherheit von Personen und Objekten zu spielen: Eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, die z. B. bei der Prävention von Attentaten und Terroranschlägen entscheidend ist.

Man arbeitet selbständig, ohne allzuviel Kontrolle von oben: ein Security-Mitarbeiter muss also wissen, wie er kritischen Situationen mit möglicherweise fatalen Folgen wirksam begegnet.

Eine Ausbildung als Fachkraft für Schutz und Sicherheit bietet die Chance unterschiedlicher Einsatzorte, von Nachtlokalen bis zu Flughäfen, von Einkaufszentren bis hin zu Fußballstadien und Baustellen, mit einem interessanten Gehalt und vielen fachspezifischen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

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