Das Berufsbild Umweltschutztechniker: Aufgaben, Ausbildung, Jobchancen

Berufsbild Umweltschutztechniker/in

Was macht ein Umweltschutztechniker - Berufsbild

Der Umweltschutztechniker ist ein Experte im Fachgebiet Umweltschutz, Umweltmanagement und Umwelttechnik. Er befasst sich vor allem mit Fragen zum betrieblichen Umweltschutz in Unternehmen und Behörden: z. B. die Abwasserreinigung, die Abfallentsorgung, die Emissionsüberwachung - unter technischen wie rechtlichen und verwaltungsmäßigen Gesichtungspunkten.

Was macht ein Umweltschutztechniker aber konkret?

Die Aufgaben des Umwelttechnikers sind je nach Arbeitsumfeld sehr unterschiedlich. Im Allgemeinen geht es aber um die Untersuchung, Prüfung und Beurteilung der Umweltauswirkungen die aus der Tätigkeit des Unternehmens resultieren und um die Kontrolle des Umweltmanagementsystems.

Die diesem Zweck sammelt er Daten und Proben (Boden-, Wasser-, Luftproben) und führt Ortsbegehungen (von Anlagen, Baustellen, Produktionsstätten…), Umweltmessungen, Schadstoffmessungen

und Laboranalysen durch, um die Einhaltung der gültigen, umweltrelevanten Vorschriften zu überwachen - etwa das Bundes-Immissionsschutzgesetz, das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG), die EU-Umweltstandards.

Der Techniker für Umweltschutz stellt z. B. in einem Produktionsbetrieb sicher, dass anfallende Industrieabwässer gereinigt und Abfälle umweltgerecht entsorgt werden, im Sinne eines integrierten Umweltschutzes. Oder er kann verantwortlich sein für die Überprüfung der Unbedenklichkeit für Umwelt und Gesundheit von Bauprodukten, die auf einer Baustelle zum Einsatz kommen, oder dass im Unternehmen umweltfreundliche Produktionsmethoden eingeführt werden.

Sollten die Analysen und Messungen Probleme oder kritische Punkte ergeben, macht der Umweltschutztechniker Lösungsvorschläge an die Unternehmensleitung und sorgt für die Umsetzung von entsprechenden Umweltschutzmaßnahmen. Bei einem mit Schadstoffen verseuchtem Boden können z.B. Sanierungsmaßnahmen erforderlich werden. Der Techniker für Umweltschutztechnik überwacht dann, dass die ergriffenen Maßnahmen wirksam sind und erstellt detaillierte Berichte zu den durchgeführten Arbeiten.

In anderen Fällen hingegen erbringen Umwelttechniker technische Beratungsleistungen zu Umweltfragen, etwa um ein Unternehmen oder eine Behörde in die Lage zu versetzen, sich innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen zu bewegen: z. B. hinsichtlich der Entsorgung und Wiederverwertung von Abfällen, Abgasen und Abwässern, der Reduzierung des Wasserverbrauchs oder hinsichtlich des Lärmschutzes.

Techniker der Fachrichtung Umweltschutztechnik können aber auch mit der Planung und Ausführung von Projekten zum Umweltmanagement befasst sein und ganz allgemein zu Nachhaltigkeitsthemen beraten (Energieersparnis und Nutzung regenerativer Energien, Konzepte zur Vermeidung und Verringerung von schädlichen Abfallprodukten usw.).

Umweltschutztechniker - Kompetenzen

Zu den bereits programmierten Tätigkeiten kommen zudem auch unvorhergesehene Notfälle, z. B. Störungen beim Betrieb industrieller Abwasserbehandlungsanlagen - Notfälle, in denen Umweltschutztechniker rasch eingreifen müssen, um Schäden so gut wie möglich zu begrenzen.

Was sind die Berufsaussichten für Umweltschutztechniker?

Stellenangebote für Umweltschutztechniker kommen von Unternehmen vieler unterschiedlicher Branchen: von der Lebensmittelindustrie bis zur Textilbranche, von der chemischen Industrie bis zum Baugewerbe, da Luftreinhaltung, Gewässer- und Naturschutz branchenübergreifende Aufgabenstellungen sind.

Auch die Energiewirtschaft bietet gute Beschäftigungsmöglichkeiten, und zwar sowohl bei Raffinerien, der Mineralöl verarbeitenden Industrie, Kraftwerken usw., die Energie aus traditionellen Trägern gewinnen (Kohle, Erdöl, Erdgas...) als auch bei Unternehmen, die im Bereich der erneuerbaren Energien (Photovoltaik, Windkraft, Geothermie, Biogas...) tätig sind.

Ein Umweltschutztechniker kann des Weiteren auch für öffentliche wie private Unternehmen arbeiten, deren Tätigkeit in der Abwasserentsorgung, Abfallentsorgung, Stadtreinigung, Kreislaufwirtschaft liegt.

Ferner können Umwelttechniker im öffentlichen Dienst arbeiten (z.B. bei der Gewerbeaufsicht in einer Kommunal- oder Landesverwaltung oder bei Umweltschutzbehörden), oder in Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen im Bereich Umweltschutztechnik.

Techniker und Technikerinnen für Umweltschutz arbeiten auch in Gesellschaften für Umweltberatung, Umwelt-Audits und betriebliches Umweltmanagement, oft im Team mit anderen Fachleuten wie Umweltungenieuren, Umweltanalytikern, Chemikern, oder als freiberufliche Berater und Consultant.

Wie sieht die Arbeit als Umweltschutztechniker aus?

Je nach Arbeitsumfeld sind die Arbeitsbedingungen sehr unterschiedlich. Im Allgemeinen sieht der Beruf als Umweltschutztechniker/in sowohl Einsätze vor Ort und im Freien vor, um Proben zu nehmen (mitunter auch in Situationen mit Gesundheitsrisiko, etwa aufgrund der Präsenz von toxischen Stoffen wie Asbest oder Blei), als auch Labor- und Büroarbeit, wenn es um die Analyse der Proben und die Datenverarbeitung, die Überprüfung der gesetzlichen Vorschriften und die Bearbeitung administrativer Vorgänge geht (Genehmigungen, Erlaubnisse, Mitteilungen an die Aufsichtsbehörde usw.).

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Umweltschutztechniker - Aufgaben und Tätigkeiten

Umweltschutztechniker - Aufgaben

Zu den Tätigkeiten eines Umweltschutztechnikers gehören:

  • Verantwortlicher Umgang mit innerbetrieblichen Umweltschutzaufgaben
  • Sicherstellung einer umweltgerechten Entsorgung von Abfallstoffen
  • Überprüfung der Einhaltung der Umweltschutzvorschriften
  • Entnahme von Boden-, Wasser- und Luftproben, Messungen und Laboruntersuchungen
  • Begehungen von Anlagen, Baustellen, kontaminierten Bereichen zur Abschätzung von Gefahrenpotentialen
  • Entwicklung und Umsetzung von Energieversorgungskonzepten
  • Planung und Einführung effizienter Umweltmanagementsysteme in Unternehmen
  • Umwelttechnische Beratung
  • Mitarbeit an der Vermeidung und Sanierung von Umweltschäden

Umweltschutztechniker werden - Ausbildung und Anforderungen

Umweltschutztechniker - Ausbildung

Für den Beruf des Umweltschutztechnikers gibt es die Möglichkeit, eine schulische Ausbildung an Fachschulen zu absolvieren.

Voraussetzungen sind Berufserfahrung und eine zuvor abgeschlossene Ausbildung in einem der sogenannten Zugangsberufe, also u.a. Umweltschutztechnische/r Assistent, Chemielaborant/in, CTA, Forstwirt/in, Elektroinstallateur/in, Industrieelektroniker/in.

Die Weiterbildung zum/zur Staatlich geprüften Techniker/in der Fachrichtung Umweltschutztechnik wird von privaten und öffentlichen Bildungseinrichtungen angeboten.

Ausbildungsinhalte sind sowohl naturwissenschaftliche Fächer (wie Mathematik, Physik, Chemie, Verfahrenstechnik) als auch berufsbezogene Fächer wie Abfallwirtschaft, Recyclingtechnik, Gefahrstoffkunde, Arbeitssicherheit, Messtechnik und Umweltanalytik, erneuerbare Energien, Grundlagen des Umweltrechts.

Außerdem ist es für Umweltschutztechniker und -technikerinnen wichtig, während der Ausbildung die einschlägigen Tools, Messgeräte und Software kennenzulernen - für die Probenahme vor Ort, die Schadstoffmessungen und Analysen, die Datenverarbeitung und das Reporting.

Umweltschutztechniker - Fähigkeiten und Anforderungen

Die wichtigsten Kompetenzen und Fähigkeiten, die ein Umweltschutztechniker mitbringen sollte, sind:

  • Fachkenntnisse im Bereich Umweltschutz, Umwelttechnik, Messtechnik
  • Naturwissenschaftliche und ökologische Grundkenntnisse
  • Kompetenzen in Abfallwirtschaft, Abwassertechnik, Recycling, Lärmschutz, Gefahrstoffkunde, regenerativen Energien
  • Kenntnis der rechtlichen Grundlagen für den Umweltschutz
  • EDV-Kenntnisse
  • Eigenverantwortlichkeit, Präzision und Sorgfalt
  • Analysefähigkeit und Problem Solving
  • Teamfähigkeit
  • Anpassungsfähigkeit
  • Reisebereitschaft

Umweltschutztechniker - Berufs- und Karrierechancen

Karriere als Umweltschutztechniker

Eine Weiterbildung zum/zur Umweltschutztechniker/in bietet verschiedene Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten, je nach Schwerpunkt (wie Labortechnik, Verfahrenstechnik oder erneuerbare Energien).

Staatlich geprüfte Techniker/innen der Fachrichtung Umweltschutztechnik können z.B. in leitende Funktionen in Entsorgungsfirmen und Stadtwerken aufsteigen, etwa als Standortleiter/in Abfallwirtschaft, sich auf die Emissionsüberwachung, auf Wasseruntersuchungen und Bodenanalysen spezialisieren oder Experte für Energieberatung und ökologische Energieverwendung werden.

Weitere anspruchsvolle Aufgaben sind die des Umweltmanagementbeauftragten, der für alle innerbetriebliche Umweltschutzaufgaben zuständig ist, oder des Project Managers für Nachhaltigkeit / Sustainability, der Projekte koordiniert, um Unternehmen “grüner” und ökologischer zu gestalten.

Außerdem ist auch eine Tätigkeit als Umweltberater oder Umwelt-Auditor möglich, der Unternehmen bei allen Fragen im Zusammenhang mit dem Umweltschutz berät.

Gute Gründe für eine Ausbildung zum Umweltschutztechniker

Der Beruf des Umweltschutztechnikers eignet sich für alle mit großem Interesse für den Umweltschutz und eine nachhaltige Entwicklung. Die Arbeit ist extrem abwechslungsreich und bietet die Möglichkeit, sich mit Themen zu befassen, die von der Reduzierung der schädlichen Umweltauswirkungen bis zum Waste Management, von Energieersparnis bis zum Lärmschutz, von der Beurteilung und Kontrolle der Luftqualität bis hin zu ökologischen Sanierungen gehen.

Dazu kommt, dass der Techniker für Umweltschutztechnik zu den meistgefragten Berufen der Zukunft gehört, da der Umweltschutz sich in der öffentlichen Wahrnehmung wachsender Bedeutung erfreut und eine umweltbewusste Unternehmensführung zum Wettbewerbsfaktor wird.

Unternehmen und Behörden haben daher Bedarf an Experten, die sie bei der Einführung nachhaltigerer technischer Lösungen und bei der Einhaltung der Umweltschutzvorschriften unterstützen.

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