Was macht ein Kinderarzt? Der Beruf Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin

Berufsbild Kinderarzt/-ärztin

Was macht ein Kinderarzt - Berufsbild

Der Kinderarzt ist ein Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin: er kümmert sich um die Gesundheit von Neugeborenen, Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen. Zudem ist der Kinderarzt eine Vertrauensperson für Eltern, die Rat und Hilfe bei ihm für alle Fragen zu Wachstum und Gesundheit ihres Kindes suchen - von den ersten Lebensmonaten bis zum Teenager-Alter.

Was macht eigentlich ein Kinderarzt bzw. eine Kinderärztin?

Eine der wichtigsten Aufgaben des Kinderarztes ist die Diagnose und die Behandlung von Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen. Wie andere Ärzte auch untersucht der Kinderarzt den Patienten, erfasst seine Anamnese, beurteilt seinen Gesundheitszustand und diagnostiziert eventuelle Kinderkrankheiten, Allergien, Wachstumsstörungen, Atemwegs-Infektionen etc.

Unter gesundheitlichen Gesichtspunkten sind Kindheit und Entwicklungsalter entscheidende und kritische Phasen: aus diesem Grund konzentriert sich der Pädiater auf die Frühdiagnostik, um potentielle Probleme und Krankheiten möglichst früh erkennen und behandeln zu können.

Häufig sind die kleinen Patienten noch nicht ausreichend kommunikationsfähig: von daher ist die Besprechung mit den Eltern vor, während und nach der Untersuchung grundlegend wichtig.

Nach der Diagnosestellung schlägt der Kinderarzt einen Behandlungsplan vor und verschreibt Arzneimittel und Medikamente oder spezielle Untersuchungen bzw. fachärztliche Beratung für eine umfassende Diagnostik und Festlegung der geeignetsten Behandlungsform.

Daneben kümmert sich der Pädiater um Gesundheitsvorsorge für Babys, Kinder und Jugendliche, z. B. mittels Durchführung oder Verschreibung von Impfungen.

Fachärzte und -ärztinnen für Kinder- und Jugendmedizin befassen sich aber nicht nur mit körperlichen Problemen, sondern ganz allgemein mit allem, was mit dem Wachstum und der psychischen Entwicklung des Kindes zu tun hat, von der Geburt bis ins Jugendalter.

Der Kinderarzt überwacht die physische und psychomotorische Entwicklung, kontrolliert das Wachstum (Gewicht, Körpergröße, Entwicklung der verschiedenen Organe …), muss aber auch die intellektuelle und psychosoziale Entwicklung des Kindes verfolgen. Der Besuch beim Kinderarzt, z. B., ist fundamental wichtig für die Diagnose beginnender Verhaltensstörungen, der Sprachentwicklung, des Schlafverhaltens und der Ernährungsweise.

Deshalb arbeitet der Kinderarzt mit der Familie, den Schulen und verschiedenen Gesundheitsberufen zusammen (wie Psychologen, Logopäden, Ergotherapeuten …), um einen Behandlungsplan zu erstellen und seine Auswirkungen zu überwachen.

Kinderarzt - Kompetenzen

Ganz allgemein ist der Kinderarzt bzw. die Kinderärztin eine wichtige Bezugsperson für die Familien. Die Eltern wenden sich in allen Altersstufen des Kindes an ihn, vom Kleinkindalter bis in die Pubertät, um Rat und Unterstützung z. B. zu Hygiene, Ernährung, zum Umgang mit bestimmten Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern zu finden. Der Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin muss also zur wirksamen Kommunikation und Beziehung nicht nur mit den Kindern fähig sein, sondern auch mit den Eltern und Erziehungsberechtigten, die Entscheidungen zur Gesundheit von Minderjährigen treffen.

Und schließlich hat der Kinderarzt auch eine bevorzugte Position bei der Aufdeckung eventueller Kindesmisshandlung und -missbrauchs: in derartigen Fällen muss er alle erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit und des Wohlergehens des Kindes ergreifen und die zuständigen Behörden und Fachleute im Bereich der Gewalt gegen Kinder alarmieren.

Wo arbeitet man als Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin?

Die meisten Kinderärzte und -ärztinnen sind in öffentlichen wie privaten Kinderkliniken, in den Kinderstationen, Intensivstationen für Neu- und Frühgeborene, in der Fachabteilung Pädiatrie von Krankenhäusern und Kliniken, in Gesundheitszentren und MVZ sowie in Kinderarztpraxen tätig.

Häufig arbeitet der Kinderarzt in bunten, angenehm und kindgerecht gestalteten Räume, die mithelfen soll, die Kinder während der ärztlichen Untersuchungen zu unterhalten, zu beruhigen und abzulenken.

Die Arbeitszeiten sind je nach Umfeld verschieden: im Krankenhaus oder in der pädiatrischen Notaufnahme kann Arbeit im Mehrschichtsystem geleistet werden müssen, um pädiatrische Versorgung rund um die Uhr sicherzustellen. In privaten Praxen hingegen kann der Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin Sprechstunden und Hausbesuche frei bestimmen.

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Kinderarzt - Aufgaben und Tätigkeiten

Kinderarzt - Aufgaben

Was sind die wichtigste Aufgaben eines Kinderarztes?

  • Untersuchung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen
  • Diagnose von Krankheiten, Wachstums- und Verhaltensstörungen bei Kindern
  • Unterbreitung eines Behandlungsplans
  • Verabreichung und Verschreibung von Arzneimitteln und Impfungen für kleine Patienten
  • Überweisung an andere Fachärzte für spezifische Krankheiten
  • Überwachung des körperlichen Wachstums und der psychosozialen Entwicklung des Kindes
  • Erteilen von Ratschlägen, Tipps und Empfehlungen für die Eltern

Kinderarzt werden - Studium und Facharztausbildung

Kinderarzt - Ausbildung

Um Kinderarzt/-ärztin zu werden ist ein abgeschlossenes Studium der Humanmedizin mit vorliegender Approbation und eine 5-jährige Weiterbildung in Kinder- und Jugendmedizin / Pädiatrie erforderlich.

Wie lange muss man also studieren, um Kinderarzt zu werden? Mindestens 11 Jahre, bis es man sich Facharzt für Kinderheilkunde oder Kinder- und Jugendmedizin nennen darf.

Ein Kind ist kein Erwachsener in Kleinausgabe, sondern hat seine eigene Anatomie und und Physiologie: im Kindesalter sind somit auch Symptome, Krankheiten, Arzneimittelwirkungen anders. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, dass der Kinderarzt eine spezielle Facharztausbildung in Kinder- und Jugendmedizin absolviert. Zu den Schwer­punkt­wei­ter­bil­dun­gen gehören z.

B. Kinderonkologie, Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin, Kinderimmunologie.

Die theoretische Ausbildung zum Kinderarzt wird durch praktische Erfahrung als Assistenzarzt in Pädiatrie in Lehrkrankenhäuser und Unikliniken für Kinder- und Jugendheilkunde ergänzt.

Kinderarzt - Kompetenzen und Voraussetzungen

Dies sind die wichtigsten Kenntnissen und Fertigkeiten eines Kinderarztes:

  • Medizinisches Wissen in allgemeiner Pädiatrie
  • Kompetenz in der Diagnose von Krankheiten und Entwicklungsstörungen
  • Talent für den Beziehungsaufbau mit Kindern und Eltern
  • Entscheidungsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein
  • Kommunikationsstärke und Empathie
  • Belastbarkeit bei Stress
  • Geduld, Motivation und Zuverlässigkeit

Kinderarzt - Berufs-und Karrierechancen

Karriere als Kinderarzt

Die Karriere eines Kinderarztes startet als Assistenzarzt für Kinder- und Jugendmedizin. Nach Erwerb des Facharzttitels kann man als Facharzt für Pädiatrie in Kliniken für Kinder- und Jugendheilkunde, in pädiatrischen Notfallzentren, in den geburtshilflichen Abteilungen von Krankenhäusern oder in Kinder-MVZ bzw. pädiatrischen Praxisgemeinschaften arbeiten.

Es gibt aber auch Kinderärzte und Kinderärztinnen, die sich lieber selbständig machen und eine eigene Kinderarztpraxis eröffnen.

Die Laufbahn als Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin kann dann ganz unterschiedliche Entwicklungsverläufe nehmen, auch dank der Fortbildung in verschiedenen Spezialgebieten: hierzu zählen etwa Kinder- und Jugendpsychiatrie, Kinderchirurgie, Kinderkardiologie, Neonatologie, pädiatrische Hämatologie/Onkologie, Kinderpneumologie, Kinder-Nephrologie.

Ein erfahrener Kinderarzt kann Karriere machen und Leitungsfunktionen in Kliniken und Krankenhäusern übernehmen: zuerst als Oberarzt für Kinder- und Jugendmedizin, dann als Chefarzt, Ärztlicher Leiter oder Klinikdirektor.

Gute Gründe, um Kinderarzt zu werden

Der Beruf Kinderarzt/-ärztin eignet sich für alle, die Interesse an der Medizin und an einer Weiterbildung im Fachbereich Kinder haben und eine einfühlsame Persönlichkeit für den Umgang mit Kindern.

Die kleinen Patienten eines Kinderarztes können anstrengend, laut und weinerlich sein: während der Untersuchung ist somit viel Geduld erforderlich. Gleichzeitig kann ein Lächeln eine der schönsten Belohnungen in diesem Beruf sein.

Die Rolle des Kinderarztes wird von den Familien sehr geschätzt und anerkannt - sie sehen in ihm eine Bezugsperson für die Gesundheit und das Wachstum ihrer Kinder. Zudem ist das Gehalt eines Kinderarztes attraktiv und Beschäftigungsmöglichkeiten sind überall zu finden.

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