Was macht ein Elektroniker? Berufsbild, Aufgaben und Jobaussichten

Berufsbild Elektroniker/in

Was macht ein Elektroniker - Berufsbild

Der Elektroniker ist zuständig für die Planung, Installation, Inbetriebnahme und Wartung von elektrischen Anlagen, Systemen und elektronischen Komponenten in Haushalten, Gewerbe, Industriebetrieben, öffentlichen Gebäuden wie Schulen und Krankenhäusern. Somit hat er eine grundlegend wichtige Rolle für die Funktion aller elektrischen Geräte, die wir täglich benutzen.

Aber was macht ein Elektroniker genau?

Ein Elektroniker bzw. Elektriker oder Elektroinstallateur erstellt und installiert elektrische Anlagen, montiert und verdrahtet elektropneumatische und teilweise mechanische Komponenten, baut Schaltschränke auf, je nach Auftragsanforderung.

Bei der Installation und der Montage achtet er auf Schaltpläne, Schaltbilder und Stromlaufpläne, d.h., Kabel und Kontakte, Batterien, Schalter und Leiterplatten sind korrekt anzuordnen. Elektriker können elektrische Systeme und Anlagen in Haushalten installieren (als Elektroniker Haustechnik), und so Beleuchtungssysteme, Haushaltsgeräte, Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen, Alarmanlagen und Videoüberwachungssysteme, elektrische Torantriebe, Antennen, Photovoltaik- oder Solaranlagen an das Stromversorgungsnetz anschließen, aber auch industrielle Schaltanlagen verdrahten und automatisierte Anlagen in Betrieb nehmen (als Betriebselektriker / Industrieelektriker / Industrieelektroniker).

Elektroniker - Kompetenzen

Hinsichtlich des Anschlusses an das Stromversorgungsnetz ähneln sich die Aufgaben von Elektriker und Kabelmonteur: er verlegt Kabelkanäle, montiert die Bauteile, prüft die Kabelenden und Kabelschuhe, Schalter, Steckdosen und Klemmen, die mit der technischen Spezifikation im Stromlaufplan übereinstimmen müssen. Nach erfolgter Montage und Verbindung ist der Elektroniker dafür zuständig, die elektrischen Anlagen auf deren Sicherheit und Funktion zu prüfen (Funktions- und Sicherheitsprüfungen), mit geeigneten Prüf- und Messverfahren.

Daneben befasst sich der Elektriker auch mit der Instandhaltung und Instandsetzung von Anlagen und Einrichtungen, Maschinen, Geräten und Systemen, und behebt ggf. Defekte und Störungen. Zur Fehlersuche führt der Elektriker eine Analyse des elektrischen Systems durch. Sind die betroffenen Teile ermittelt, repariert er die beschädigten Komponenten oder tauscht sie aus und nimmt dann die abschließende Funktionsprüfung vor. In diesen Fällen ist eine rasche Fehlerdiagnose besonders wichtig, um uneingeschränkte Funktionstüchtigkeit innerhalb möglichst kurzer Zeit wieder herzustellen.

Elektroniker verfügen über technische Kenntnisse in Elektrotechnik und Elektronik und verbinden gute Handfertigkeit mit Präzision in der Ausführung. Sie kennen die Tools und Werkzeuge für die Installation, Wartung und Prüfung elektrischer Systeme: Kabelschere, Kabelmantelschneider, Phasenprüfer, Multimeter (oder Tester), Sensoren, Schweißgeräte, Isolierband usw.

Elektroniker und Elektriker arbeiten meistens im E-Handwerk, in Elektroinstallationsbetrieben und Elektrofachbetrieben, die technischen Service und Kundendienst anbieten. Weitere Einsatzbereiche sind z.B. in Betrieben des Maschinen- und Anlagenbaus, der Informationstechnik, des Elektromaschinenbaus oder in Industrieunternehmen und Produktionsbetrieben mit automatisierten Anlagen, die für die Instandhaltung und Wartung der installierten Anlagentechnik über ein eigenes Betriebselektriker-Team verfügen.

Elektroniker arbeiten auch in der Baubranche, für Hoch- und Tiefbauunternehmen und Immobilienverwaltungen: der Bauelektriker führt die Installation von haustechnischen Anlagen bei Neu-, Alt- und Umbauten durch, von der Kabeldurchführung bis hin zur Schaltschrankverdrahtung, in Zusammenarbeit mit den anderen Fachleuten auf der Baustelle wie Maurern, Gas- und Wasserinstallateuren, Anlagenmechanikern SHK.

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Aufgaben und Tätigkeiten des Elektronikers

Elektroniker - Aufgaben

Die üblichen Aufgaben eines Elektronikers / Elektrikers sind:

  • Normgerechte Elektro-Planung
  • Installation, Verdrahtung, Montage und Anschluss von elektrischen Komponenten und Anlagen
  • Lesen und Verstehen von elektrischen Zeichnungen und Schaltplänen
  • Schaltschrankbau
  • Inbetriebnahme
  • Fehlersuche und Instandsetzung
  • Instandhaltung elektrischer Anlagen, Apparaturen und Systeme
  • Funktions- und Sicherheitsprüfung elektrischer Systeme und Anlagen
  • Allgemeine Elektroarbeiten, Kabelzug, Trassenbau sowie Anschlussarbeiten

Elektroniker - Ausbildung

Elektroniker - Ausbildung

Elektroniker ist ein Ausbildungsberuf:

Die Ausbildung zum Elektroniker ist dual organisiert und wird in acht Fachrichtungen angeboten:

  • Ausbildung zum/zur Elektroniker/in Geräte und Systeme
  • Ausbildung zum/zur Elektroniker/in Automatisierungstechnik
  • Ausbildung zum/zur Elektroniker/in Betriebstechnik
  • Ausbildung zum/zur Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik
  • Ausbildung zum/zur Elektroniker/in Gebäude- und Infrastruktursysteme
  • Ausbildung zum/zur Elektroniker/in Informations- und Systemtechnik
  • Ausbildung zum/zur Elektroniker/in Informations- und Telekommunikationstechnik
  • Ausbildung zum/zur Elektroniker/in Maschinen- und Antriebstechnik

Weitere staatlich anerkannte Ausbildungsberufe im Elektrohandwerk sind z.B. Elektrotechniker/in, Industrieelektroniker/in, Industrieelektriker/in, Systemelektroniker/in, Elektroanlagenmonteur/in, Technische/r Systemplaner/in - Fachrichtung

Elektrotechnische Systeme, Informationselektroniker/in.

Lehrinhalte sind u.a. Elektrotechnik, Elektroenergieversorgung, System- und Gerätetechnik, Installations- und Energietechnik, Steuerungstechnik, Antriebssysteme, Kommunikationssysteme, Elektromaterial und Komponenten, Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften zur Anwendung von elektrischem Strom, Bestimmungen zur normgerechten Planung und Ausführung von Elektroinstallationen.

Elektroniker - Fähigkeiten und Voraussetzungen

In Stellenangeboten für Elektroniker wird häufig nach folgenden Fähigkeiten und Kompetenzen gefragt:

  • Elektrotechnische Kenntnisse
  • Fähigkeit zum Lesen von Schaltplänen und Stromlaufplänen
  • Fähigkeit in der Planung, Installation und Wartung elektrischer Anlagen
  • Fähigkeit in der Montage und Verkabelung von Schaltschränken
  • Kenntnis der Arbeitsgeräte und -werkzeuge
  • Umgang mit fachspezifischer Prüf- und Meßtechnik
  • Sorgfalt und gute Handfertigkeit
  • Organisationstalent und gutes Zeitmanagement
  • Selbständige Arbeitsweise
  • Flexibilität und Bereitschaft zu Dienstreisen

Berufs- und Karriereaussichten eines Elektronikers

Karriere als Elektroniker

Die berufliche Laufbahn eines Elektronikers beginnt üblicherweise als Auszubildender (Azubi) oder als Helfer für Elektroarbeiten. Mit ausreichender Erfahrung kann man leitende und Koordinationsaufgaben übernehmen, z. B. als Schichtführer oder Gruppenleiter.

Ein Elektriker kann sich daneben auf ein besonderes Tätigkeitsfeld spezialisieren, z.B. auf die Schaltschrankmanufaktur, oder auf die Installation, Wartung, Störungsbehebung und Reparatur spezieller Maschinen und Anlagen, z. B. Aufzugsanlagen (als Aufzugstechniker) oder Antennen- und Satellitenanlagen (als Antennentechniker / Antennenmonteur). Oder aber er spezialisiert sich in Schiffbau und Marine, um Schiffselektriker zu werden - ein Beruf, der sich mit Elektroinstallationsarbeiten und Kabelverlegung an Bord befasst.

Und schließlich ist es auch möglich, die Meisterprüfung abzulegen und als Elektronikermeister als selbständiger Handwerker bzw. als Inhaber eines eigenen Elektrofachbetriebs tätig sein.

Nicht zu vergessen auch die Möglichkeit, im Elektrohandel als Fachverkäufer für Elektronik bzw. als technischer Verkaufsberater Arbeit zu finden.

Gute Gründe für eine Ausbildung als Elektroniker

Der Beruf des Elektronikers eignet sich für alle, die eine praktische, handwerkliche Arbeit suchen. Aufgrund der großen Nachfrage nach Fachkräften aus den Bereichen Elektrotechnik / Elektronik bestehen gute Chancen, schnell einen Job zu finden, ohne die anspruchsvolle Möglichkeit zu vergessen, sich selbständig zu machen und eigenverantwortlich als Meister zu arbeiten.

Die Kompetenzen eines ausgebildeten Elektronikers lassen sich in vielen unterschiedlichen Bereichen einsetzen (Anlagenbau, Haustechnik, Informationstechnik, Elektromobilität) und für Eingriffe an verschiedenen Elektroanlagen und -Systemen: von Gebäudeautomation bis hin zu Sat-, Funk- und Antennenanlagen, von Zutrittskontrollsystemen mit Badges oder Fingerprint bis hin zu Photovoltaikanlagen und automatisierten Industrieanlagen und -maschinen.

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