Was ist der Internal Auditor und was macht er? Aufgaben und Karriere in der Internen Revision

Berufsbild Internal Auditor

Was macht ein Internal Auditor - Berufsbild

Der Internal Auditor ist der Spezialist für Bilanzprüfungen und für die Überprüfung und Auswertung von betriebsinternen Kontrollsystemen und Risikomanagement-Prozeduren.

Er vergewissert sich der korrekten Abwicklung der Buchführung (Buchprüfung), kontrolliert die Wirksamkeit und Effizienz im Management der wichtigsten Unternehmensprozesse (z. B. Procurement, IT, HR, Risikobewertung) und prüft die Einhaltung geltender Gesetze, Vorschriften und Richtlinien.

Dabei arbeitet der Interne Auditor unabhängig von den Geschäftseinheiten, die er überwachen muss.

Neben der Revisionstätigkeit gibt er auch Beratung zur Lösung eventueller kritischer Punkte und zu mehr Effizienz bei den einzelnen Unternehmensprozessen.

Was macht man als Interner Auditor?

Im Mittelpunkt der Tätigkeit als Internal Auditor steht die Analyse der funktionalen Geschäftsbereiche des Unternehmens und die Bewertung des Gesamtrisikos. Folglich ist der Interne Auditor mit dem Financial Audit befasst: Jahresabschlussprüfung, Prüfung der wirtschaftlichen/finanziellen Bewertungen der Gesellschaft, der Buchhaltungspflichten und der steuerlichen Risiken (Tax Due Diligence). Zudem führt er Compliance Audits durch, um die Konformität der Unternehmenstätigkeiten und -prozesse mit Gesetzen, Betriebsverfahren, Richtlinien und Verhaltenskodexen zu prüfen und die Risiken und Schwachstellen des internen Kontrollsystems zu ermitteln - auch unter Fraud Auditing-Gesichtspunkten, um Betrug und rechtswidrige Verhaltensweisen zu vermeiden.

Internal Auditor - Kompetenzen

Zu diesem Zweck führt der Auditor Interviews mit den Mitarbeitern und Leitern der zu prüfenden Abteilungen, analysiert Daten, Zahlen und Vorgängen und verfasst Abschlussberichte. Der Interne Auditor teilt der Unternehmensführung anschließend das Ergebnis der Internen Revision (IR) mit, stellt Schwachstellen, Kontrolldefizite und mögliche Lösungen dar. Er weist auf die Problematiken hin, die die Effizienz der Organisation behindern oder bedrohen, aber auch auf die erkannten Optimierungspotentiale, und schlägt Maßnahmen zur Verbesserung der Kontrollverfahren, des Risikomanagements und der Corporate Governance vor.

Die Tätigkeit richtet sich in der Regel nach einem jährlichen Revisionsplan, um die Wirksamkeit der internen Kontrollverfahren regelmäßig und systematisch zu überprüfen. Dazu kommen Sonderprüfungen und Kontrollen bei spezifischen Schwierigkeiten.

Wo arbeitet man als Internal Auditor?

Ein Interner Auditor ist direkt dem Internal Audit Manager von Firmen und Organisationen aus allen Bereichen unterstellt: normalerweise handelt es sich um mittlere bis große Unternehmen, internationale Konzerne und Holdings mit einer komplexen Struktur, Banken und Finanzinstituten.

Es gibt zudem auch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wie KPMG, EY, PwC und Deloitte, die Spezialisten für die Interne Revision bei Kundenunternehmen einsetzen.

Die Arbeitszeit ist normalerweise herkömmliche Vollzeit, mit Nahen wichtiger Stichtage können Überstunden nötig werden. Wer in Internal-Audit-Teams tätig ist, muss häufig auch Reisebereitschaft mitbringen, um die Situation in den verschiedenen Unternehmenssitzen und Filialen persönlich zu prüfen, Mitarbeiter aller Ebenen zu treffen und zu interviewen und zu kontrollieren, ob die tatsächliche Situation mit den Angaben in den Verwaltungssoftware übereinstimmt.

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Interne Revision - Aufgaben

Internal Auditor - Aufgaben

Die Aufgaben eines Internen Auditors können je nach seinem Einsatzbereich variieren, umfassen aber im Allgemeinen:

  • Planung, Vorbereitung und Durchführung von Internen Revisionen
  • Buchprüfung
  • Analyse unternehmensinterner Prozesse
  • Erstellung von Risikoanalysen
  • Konzeptionierung und Überprüfung des betrieblichen Kontrollsystems und Ermittlung von Lücken
  • Kontrollen zur Unternehmenscompliance
  • Prüfung zur Einhaltung der gültigen Vorschriften und Richtlinien
  • Aufdeckung von Unregelmäßigkeiten (Buchungsfehler, Rechtsfolgefehler ...)
  • Abfassung regelmäßiger Prüfungsberichte für die Geschäftsführung
  • Beratung zur Verbesserung der Effizienz und Konformität der betriebsinternen Prozeduren
  • Überwachung und Nachverfolgung der Aktionspläne
  • Optimierung und Weiterentwicklung des Internen Audits

Internal Auditor - Ausbildung, Weiterbildung, Zertifizierung

Internal Auditor - Ausbildung

Die erforderliche Ausbildung für den Beruf des Internen Auditors ist normalerweise ein betriebswirtschaftliches Hochschulstudium, idealerweise mit Schwerpunkt Wirtschaftsprüfung/Controlling/Finanz- und Rechnungswesen, oder eine vergleichbare Qualifikation (etwa ein Jura-Studium oder ein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens).

Unabhängig von der akademischen Ausbildung wird in den Stellenangeboten für Internal Auditor fundierte Berufserfahrung im Bereich Bilanz- und Betriebsprüfung (extern oder intern) vorausgesetzt, z.B. als Wirtschaftsprüfer bei einer Prüfgesellschaft oder in einem Unternehmen.

Ein erfolgreich abgelegtes Steuerberaterexamen bzw. Wirtschaftsprüferexamen ist ebenfalls gern gesehen.

In der Regel wird die Kenntnis der internationalen Audit-Standards und -prozesse verlangt, die Kenntnis der wichtigsten rechtlichen Bestimmungen und internationalen Richtlinien für die Interne Revision (International Professional Practices Framework - IPPF). Ein Interner Auditor muss zudem kompetent sein in solchen Fragen wie Datenerhebung, -analyse und -verarbeitung, Risikobewertung, Ermittlung und Bekämpfung von Betrug (Fraud Auditing/Whistleblowing), Unternehmensethik.

Die verschiedenen möglichen Weiterbildungen und Zertifikate aus dem Bereich der Internen Revision gelten als ein Plus im Lebenslauf, wie z.B. die Qualifikation als CIA (Certified Internal Auditor).

Es gibt auch zahlreiche Fortbildungskurse, die aktuelles Fachwissen über die Best Practices und über die ständig steigenden Anforderungen an die Internen Revisionen vermitteln und für den beruflichen Aufstieg nützlich sein können.

Internal Auditor - Kenntnisse und Fähigkeiten

Die in den Stellenanzeigen für Interner Auditor meistgefragten Kompetenzen sind:

  • Kenntnis der Grundlagen, Arbeitsmethoden und der Best Practices der Internen Revision
  • Fundierte Kenntnisse in Buchhaltung und Rechnungslegung nach nationalen und internationalen Standards
  • Operative Kenntnisse der Bezugsnormen
  • Fähigkeit in der Datenanalyse und -Verarbeitung und im Reporting
  • Sicherer Umgang mit IT-Tools (Anwendungen wie MS Office-Paket, SAP, Datenbanken, ERP)
  • Sehr gute Englischkenntnisse
  • Hervorragendes Organisationstalent
  • Analytisches Denkvermögen und Kritikfähigkeit
  • Kommunikationsstärke und ein offener Umgang mit Mitarbeitern und Vorgesetzten
  • Hartnäckigkeit und Ausdauer
  • Flexibilität und Bereitschaft zu Dienstreisen
  • Hohe Teamfähigkeit
  • Berufliche Vertrauenswürdigkeit und Loyalität

Karriere in der Interne Revision

Karriere als Internal Auditor

Die Karriere als Interner Auditor startet gewöhnlich mit einer Position als Audit Assistant / Prüfungsassistent: dabei sammelt man praktische Erfahrung in der Prüfung von Jahres- und Konzernabschlüssen und unterstützt die Kollegen in der Mandatsarbeit, z.B. bei Due Diligence-Prüfungen, Unternehmensbewertungen und Compliance Audit.

Mit einigen Jahren Erfahrung als Internal Auditor in großen oder internationalen Unternehmen oder in Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften kann man dann in die Position des Senior Internal Auditor wechseln.

Experten mit langjähriger Erfahrung können sich dann auf die Beratung für eine zukunftsorientierte Interne Revision spezialisieren, als Selbständiger oder als Mitarbeiter einer Prüfgesellschaft. Sie unterstützen Kunden bei Fragen wie IR im Finanzsektor, IT Revision, Entwicklung, Aufbau und Optimierung einer Internen Revisionsabteilung, Anti-Fraud und bei anderen Sonderthemen.

Innerhalb eines Unternehmens kann man zudem von der Prüfungsabteilung zu Führungspositionen gelangen: etwa als Internal Audit Manager, als Leiter Rechnungswesen und Controlling oder sogar als CFO.

Gute Gründe, um Internal Auditor zu werden

Der Beruf des Internen Auditor eignet sich für Personen, die tendenziell neugierig sind und die Dinge gerne hinterfragen, um sicherzugehen, dass keine Probleme und Risiken verborgen sind.

Die Rolle des Internal Auditors ist für Unternehmen von großer Wichtigkeit: seine Analysen ermöglichen die Schaffung von Mehrwert, Transparenz und die Verbesserung der Unternehmensprozessen und -abläufen, im Hinblick auf Ordnungsmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Zweckmäßigkeit. Dies lässt den Beruf stimulierend und dynamisch werden und verlangt nach hohem professionellem Können.

Daneben gibt es hervorragende Karrieremöglichkeiten im Bereich der Internen Revision, auch international, mit sehr attraktiven Gehältern.

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